Spvgg Untermünstertal e.V.

Interessantes über die drei Landesliga Austeiger aus der BZ

Karl-Heinz Pfefferle, 09.11.2018

Interessantes über die drei Landesliga Austeiger aus der BZ

Understatement statt Aufstiegsträume beim Aufsteigertrio

Die Landesliga-Aufsteiger FC Teningen, die SpVgg Untermünstertal und der VfR Bad Bellingen üben sich ungeachtet sportlicher Erfolge in Zurückhaltung

Understatement hat sich   im Zeitalter der Verbreitung von Prognosen über digitale Medien  zu einem Syndrom entwickelt, von dem kaum ein Fußballtrainer verschont bleibt. Auch die Funktionäre der Landesliga-Neulinge zeigen gewisse Symptome. Der Klassenerhalt soll es werden – das Wort Aufstieg ist zum Unwort geworden. Dabei bereichern der  FC Teningen, die SpVgg Untermünstertal und der VfR Bad Bellingen die Liga und haben durchaus das Potential, sich ambitioniertere Ziele zu setzen.

Sind die Aufsteiger so stark, oder ist die Liga so schwach? Hierbei herrscht unter den drei Liganeulingen eine einheitlichen Meinung: Mit dem FC Teningen, der SpVgg Untermünstertal und dem VfR Bad Bellingen hat die Liga an Niveau hinzugewonnen. „Da nahezu die gesamte Hinserie absolviert ist, ist es nicht verfrüht zu sagen, dass Untermünstertal und Teningen zu den stärksten Teams der Liga gehören“, sagt Werner Gottschling, Trainer des VfR Bad Bellingen. Die drei Aufsteiger in der Einzelbetrachtung:

FC Teningen (Rang 4/24 Punkte)

Punkteteilungen sind nichts für den FC Teningen. In 14 Partien ging die Elf von Pascal Spöri achtmal als Sieger und in sechs Partien als Verlierer vom Platz. „Wir spielen immer auf drei Punkte. Das war schon in der Aufstiegssaison so“, sagt Thomas Fross, zweiter Vorstand des FC Teningen. Was den Teningern noch abhandenkommt, ist das gesunde Gleichgewicht zwischen Abwehr und Angriff. „Diese Balance gilt es in Zukunft noch besser zu erhalten“, betont Fross.

Mit 39 Treffern stellt Teningen gemeinsam mit dem SV Weil den torgefährlichsten Angriff der Liga. Eben jener SV Weil gastiert am Samstag im Emil-Schindler-Stadion. Ein echter Gradmesser für die Spöri-Elf, die sich bei einem Erfolgserlebnis in der Verfolgergruppe festsetzen kann. Davon will Fross jedoch (noch) nichts wissen: „Die Liga ist noch zu eng beisammen, um die Zielsetzung eines gesicherten Mittelfeldplatzes zu überdenken.“ Ein großes Plus des Tabellenvierten ist bisher seine Variabilität im Angriff. Das Angriffstrio Frederik Österreicher (7 Saisontore), Fabio Saggiomo (9) und Stephan Stübbe ist für jeden Gegner schwer auszurechnen.

SpVgg Untermünstertal (5/24 )

Wenn Andreas Bach über die aktuelle Konstellation in der Landesliga spricht, schwingt eine gehörige Portion Respekt mit. Der Trainer der SpVgg Untermünstertal lässt sich ungeachtet von 24 Zählern aus 14 Partien keine Prognose für obere Regionen entlocken: „Der Klassenerhalt bleibt unser oberstes Ziel.“ Die ausgeglichene Liga sowie eine große Abhängigkeit von Einzelspielern in seiner Mannschaft sind für Bach Faktoren, die Vorsicht als oberstes Gebot gelten lassen.

Einer dieser Schlüsselspieler ist Konrad Bühl. Der 19-Jährige, der zuvor für den SC Freiburg in der U19 und U17 Bundesliga aktiv war, steht jedoch studienbedingt nur noch unregelmäßig zur Verfügung. Im Fokus steht auch Ablie Suwareh. Der pfeilschnelle Angreifer aus Gambia war bei seinen elf Einsätzen bereits an 13 Toren direkt beteiligt und bildet gemeinsam mit Florian Baur (15 direkte Torbeteiligungen) ein torgefährliches Offensivgespann. Die nächste Aufgabe der Täler hat es in sich. Am Sonntag heißt es beim SV Au-Wittnau Wiedergutmachung zu betreiben. „Wir haben in der Vorbereitung gegen Au-Wittnau 0:7 verloren. Das sollte uns nicht nochmal passieren“, so Bach.

VfR Bad Bellingen (9/21)

Den Aufsteiger aus dem Markgräflerland lediglich an einer Person festzumachen, würde der Mannschaft nicht gerecht werden. Dass der VfR Bad Bellingen jedoch ein Stück weit von seinem Torjäger Tim Siegin abhängig ist, ist ebenso wenig von der Hand zu weisen.  Mit 46 Treffern hatte Siegin die Rot-Schwarzen in die Landesliga geschossen. 14 Treffer in 13 Spielen sind es bisher in der Landesliga – eine exzellente Quote. Auf Siegin ist mittlerweile auch der SC Freiburg aufmerksam geworden, wie Trainingseinheiten bei der zweiten  Mannschaft dokumentieren.

Sein VfR pendelt in dieser Saison zwischen den Extremen: Überzeugenden  Auftritten wie bei den überraschenden Siegen gegen die Spitzenteams  SV Weil (3:0) oder gegen den Freiburger FC II (2:0) stehen herbe Klatschen wie das 1:7 gegen den VfR Hausen oder die 1:6 Pleite  gegen den FC Teningen gegenüber. „Gewisse Schwankungen sind bei uns nichts Ungewöhnliches“, sagt Werner Gottschling. Gegen den FSV Rheinfelden will er mit seiner Mannschaft das Polster auf die Abstiegsplätze weiter ausbauen: „Hier bietet sich uns eine große Chance, einen Kontrahenten zumindest vorerst etwas abzuhängen. “


Quelle:Badische Zeitung


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